Wordpress Logik

Was ist Wordpress

Was Wordpress genau ist, ist in diesem Artikel sehr schön beschrieben:  https://elbnetz.com/was-ist-wordpress/. Gestartet ist Wordpress als eine einfache Möglichkeit für jedermann und jederfrau ein Blog aufzubauen. Es ist also originär kein Homepage-Baukasten. Nach und nach ist ein Content Management System (CMS) entstanden, mit dem man nun auch sehr komfortabel Homepages gestalten kann.

Theme

Das Theme gibt die Struktur der Website. Im grunde genommen beschreibt das Theme wie die Homepage (Einstiegsseite) aussieht und wie die Bereiche gestaltet sind, die auf jeder Seite angezeigt werden (können). Ich nenne diese Bereiche in Folge Content Slots. In einem Content Slot können mehrere Widgets eingebettet werden. Außerdem bestimmt ein Theme das Layout für Beiträge und Seiten sowie weitere Formateinstellungen wie Fonts, Schriftgröße, Farben ... Das gesamte Layout ist durch css (cascade style sheet) veränderbar. Dazu braucht es aber Kenntnisse in css und teilweise auch Verständnis für die Programmiersprache php.

Jedes Theme hat meist eine kostenfreie Version und eine kostenpflichtige. Bei der kostenpflichtigen gibt es meistens mehr Einstellmöglichkeiten, mehr Widgets etc.

Das Theme kann mit Plugins erweitert werden. Es gibt sprichwörtlich tausende Plugins für bestimmte Funktionen, die so eine Website braucht. Plugins können komplexe Funktionalitäten zur Verfügung stellen (Tabellen, Newsticker ...) oder auch Widgets (siehe unten).

Die rot umrandeten Bereiche sind die Content Slots in dem Widgets platziert wurden.

Im Customizer ist der Widget-Bereich dann dafür zuständig die einzelnen Content Slots zu füllen.


Widget

Ein Widget ist eine visuelle Komponente, die in die vorgefertigten Bereiche des Themes eingebettet werden können. Typische Widgets sind:

  • Menü
  • Textbereich
  • Bild
  • Slider
  • News

Widgets werden teilweise mit dem Theme zur Verfügung gestellt oder können über Plugins nachgeladen werden.

Damit kann die vollständige Homepage (erste Seite) einer Website vollständig mit Widgets gestaltet werden.


Inhaltsseiten (Content)

Alle weiteren Seiten der Website sind die Inhaltsseiten. Es gibt zwei Formen von Inhaltsseiten:

  1. Seite
  2. Beitrag

Der Unterschied ist fließend und kommt aus der Historie von Wordpress. Wordpress ist eigentlich ein Framework für Weblogs (Blog). Ein Blog besteht aus Beiträgen des Autors. Jeder Beitrag hat einen Author, ein Datum und andere Eigenschaften. Theoretisch kann eine Webseite ausschließlich mit Beiträgen gestaltet werden.

Seiten sind statischer Content. Wie gleich zu sehen ist, haben Beiträge Eigenschaften, die man vielleicht so nicht haben möchte. Deshalb hat Wordpress zusätzlich Seiten eingeführt. Doch zunächst zu den Beiträgen.


Beitrag

Der rot umrandete Bereich ist ein Beitrag. Da der Beitrag ein typischer Eintrag im Weblog ist, hat er bestimmte Eigenschaften:

  • Es gibt ein Beitragsbild.
  • Ein Beitrag kann kategorisiert werden.
  • Es können Stichwörter vergeben werden
  • Der Beitrag hat einen Titel
  • Einen Autor
  • Ein Veröffentlichkeitsdatum

Der Beitrag ist oft Teil eines Widgets. Visuell ist dann nur das Bild mit den "Metainformationen". Klickt man auf das Bild, kommt man auf den Beitrag. Ein Beitrag wird also fast immer über das Bild verlinkt.


Seite

Ein Seite hingegen ist ein leeres Blatt Papier, welches man beschreiben kann und dann verlinken. Auch eine Seite kann ein Beitragsbild haben, welches dann im Kopf der Seite automatisch angezeigt wird. Seiten werden oft über das Menü verlinkt und sind statisch. Beiträge sind eher Sammlungen von Einträgen einer Kategorie, die dann dynamisch angezeigt werden. Die News oben im Bild sind Beiträge. Auch die fünf Bilder im EBDC Beispiel sind Beiträge, per CSS sind aber die Metainformationen aus den Beiträgen ausgefiltert worden.


Beitrag oder Seite?

Ich mache es so: Immer wenn ich Seiten verschlagworten muss oder Seiten in einer Liste dynamisch darstellen muss (wie z.B. News) dann nehme ich Beiträge. Immer wenn etwas direkt verlinkt wird, dann Seiten. Im Prinzip kann man aber auch nur Beiträge machen.


Visuelle Komponenten

Visuelle Komponenten wie Tabellen, Formulare etc. haben im Wordpress ihre eigene Logik. Meistens werden sie über ein Plugin nachinstalliert. Dann gibt es mehr oder weniger gute Designtools um die Komponente zu layouten. Die fertige Komponente hat meistens einen Shortcode, über den dann die Komponente in die Seite einfügen kann.

Hier z.B. eine Tabellenkomponente, die dann mit dem entsprechenden Shortcode in jede beliebige Seite oder Beitrag eingebettet werden kann. 



Editor

Jetzt wird es gruselig. Wordpress kommt standardmäßig mit zwei Editoren: Den Gutenberg-Editor und dem Klassischen Editor. Der erste ist eigentlich nur für einfach Texte zu gebrauchen. Der zweite erinnert eher an einen "normalen" Editor. Ich nutze beide. 

Gutenberg:

Klassisch:

Selbstverständlich gibt es noch hunderte weiterer Editoren, die über Plugins dazugeladen werden können.


Bilder

Wordpress verfügt über eine Mediathek, in der Bilder hochgeladen werden können. Sie können aber auch einfach über drag'n drop in den Editor kopiert werden. Dann werden die Bilder im Hintergrund in die Mediathek geladen.


Links

Bei Links ist es wichtig dann man einstellt, ob auf der Seite geblieben werden soll (interne Verlinkung auf eine Seite oder auf einen Beitrag), oder ob ein neuer Browsertab aufgemacht werden soll (externe Verlinkung).